Gesundes Zahnfleisch ohne Parodontits

Ihr Zahnfleisch hat sich zurückgezogen, ist stark gerötet, angeschwollen und blutet? Dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Sie an einer Parodontitis erkrankt sind.

Bei der Parodontitis handelt es sich um eine bakteriell bedingte Entzündung, die unbehandelt den Zahnhalteapparat (Parodontium) irreversibel zerstört. Einer Parodontitis geht oft eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) voran, für deren Entstehung es verschiedene Gründe gibt. Meist entsteht sie, wenn Zahnbeläge – möglicherweise aufgrund einer falschen Zahnputztechnik – nicht richtig entfernt werden. Aber auch ein veränderter Hormonhaushalt, ein Diabetes mellitus, eine Autoimmunerkrankung, eine generelle Immunschwäche oder die Einnahme von blutdrucksenkenden Medikamenten kann die Entstehung einer Gingivitis begünstigen.

Die sich bei unzureichender Mundhygiene bildenden Zahnbeläge, Biofilm genannt, werden von verschiedenen Mikroorganismen „bewohnt“. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Bakterien und Pilze. Die zunächst weichen Beläge verdichten sich mit der Zeit und bilden zudem mithilfe der im Speichel enthaltenen Mineralien Zahnstein aus. Haben sich diese Beläge erst einmal richtig auf den Zähnen, am Zahnfleischsaum und in den Zahnzwischenräumen festgesetzt, lassen sie sich mit der Zahnbürste nicht mehr vollständig entfernen. Die Mikroben können nun das Zahnfleisch ungehindert schädigen. Das Immunsystem des Körpers versucht, sich gegen die Angreifer mit einer Entzündung zu wehren, in deren Folge sich das Zahnfleisch rötet und anschwillt. Ein weiteres typisches Anzeichen einer Gingivitis ist Zahnfleischbluten. Durch die Schwellung löst sich zudem das Zahnfleisch von den Wurzeloberflächen ab. Die hierdurch entstehen Zahntaschen sind das ideale „Sammelbecken“ für die Zahnbeläge. Von dort können die in ihnen enthaltenen Bakterien weiter bis in den Zahnhalteapparat vordringen.

Dies ist der Punkt, an dem eine Gingivitis in eine Parodontitis übergeht: Die Entzündung erfasst nunmehr die Haltefasern des Zahns, die Wurzelhaut und schlimmstenfalls den Kieferknochen. Die betroffenen Zähne werden locker und fallen schlimmstenfalls aus.

Soweit sollten Sie es nicht kommen lassen. Während sich das Zahnfleisch bei einer Gingivitis durch eine verbesserte Zahnpflege, unterstützt durch eine professionelle Zahnreinigung in unserer Zahnarztpraxis in Dorsten, noch regenerieren kann, handelt es sich bei der Parodontitis um eine ernsthafte, chronische Erkrankung. Diese ist zwar sehr gut behandelbar, jedoch meist nicht heilbar. Aus diesem Grund legen wir nicht nur Wert auf eine äußerst präzise und nachhaltige Parodontits-Behandlung, sondern auch auf eine umfassende Aufklärung über die Entstehungsfaktoren von Parodontitis und die Möglichkeiten, einem Wiederaufflammen der Entzündung zu begegnen. Der langfristige Behandlungserfolg hängt vor allem von einer intensiven häuslichen Zahnpflege und von der regelmäßigen Nachsorge in Form der unterstützenden Parodontitis-Therapie ab.

Durch Anklicken der folgenden Links erfahren Sie mehr über die Ursachen einer Parodontitis sowie die Behandlungsmöglichkeiten.
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